Pony stirbt nach Hundebiss
Posted by admin | Posted in News | Posted on 10-08-2010
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Im Biberacher Wolfental hat vor knapp zwei Wochen ein Hund ein Islandpony auf der Pferdeweide angegriffen und es mit einem oder mehreren Bissen am Bein verletzt, durch diese Bisse erlitt das Pony eine Blutvergiftung, woran es gestorben. Der Besitzer Heribert Schwab (Besitzer von Heribert Schwabs Pferdehof) kennt weder Hund noch Besitzer. Deshalb hat er sich an die Polizei, doch die Polizei wollte dem Ponybesitzer nicht weiterhelfen – auch wenn Herr Schwab einen Eigentumsschaden von bis zu 10.000Euro erlitten hat.
Wie kam es dazu?
Ein Hund hat auf der Koppel von Heribert Schwab Jagd auf die Islandpferde gemacht und hat eines der Tiere am Bein verletzt. Einige Tage später war es tot.
Der Eigentümer Schwab bekam selbst von all dem nichts mit. „Mir ist nur aufgefallen, dass die Tiere sich anders als sonst verhalten“, berichtet Schwab. Auch den Reitern sei dies aufgefallen. Er habe sich aber zunächst keine weiteren Gedanken darüber gemacht. An Schützensamstag entdeckt er, dass eines seiner Pferde ein stark angeschwollenes Bein hat, zwei Tage später kam deshalb die Tierärztin. Sie stellt schnell fest, dass das Tier von einem Hund gebissen wurde.
Das Vorderbein war maximal angeschwollen und hatte eitrige Verletzungen, die nur von einem Hundebiss stammen konnten teilt die behandelnde Tierärztin mit. In den folgenden Tagen behandelte sie das Pferd „intensiv mit Antibiotika“, worauf die Schwellung zurückging. Doch vor knapp zwei Wochen dann der Schock: Schwab findet das Tier morgens tot auf der Koppel – laut der Tierärztin ist das Tier an den Folgen einer Blutvergiftung gestorben.
„Nach dem Tod des Isländers hat sich Schwab umgehend an die Biberacher Polizei gewendet. Doch diese teilt ihm mit, dass sie für diesen Fall nicht zuständig sei. „Es wurde mir gesagt, dass dies eine Privatsache sei“, erzählt Schwab verärgert. Da der Pferdebesitzer sich mit dieser Auskunft nicht zufrieden gibt, gibt er sein Anliegen wenige Tage später schriftlich bei der Polizei ein. Doch darauf hat er bis heute keine Antwort erhalten.“
Das sich Herr Schwab bei einem solchen Gebaren einer Willkür ausgesetzt sieht, kann man gut verstehen. Der Wiederbeschaffungswert eines solchen Islandpferdes liegt zwischen 8 000 Euro und 10 000 Euro.“ Entgegen der ersten Aussagen gegenüber dem Pferdebesitzer ermittelt die Biberacher Polizei mittlerweile doch. „Der Vorgang ist bei uns aufgenommen“, erklärt Pressesprecher Helmut Stuhler auf Nachfrage der SZ. Genaueres wollte er mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen, meinte aber. „Wenn es keinerlei Anhaltspunkte für Hund oder Besitzer gibt, ist es schwierig zu ermitteln.“
Quelle: schwaebische und rp-onlineFür mich klingt das eher so, als ob die Biberacher Polizei die Sache nur pro forma aufgenommen hat, das sich überhaupt ein Polizist mit der Angelegenheit beschäftigt bezweifel ich gerade sehr. Es würde mich nicht wundern, wenn der verantwortliche Hund ein Schäferhund von einem Polizisten ist – schließlich will man ja nicht gegen eigene Kollegen oder Freunde ermitteln…
Wie kann die Polizei sich überhaupt weigern bei einem Eigentumsdelikt eine Anzeige aufzunehmen, wenn jemand mit einem Baseballschläger das Privatauto des Polizeichef in Biberach auf einem privaten Gelände zerbeult hätte, hätten die Polizeibeamten bestimmt nicht gesagt, es handelt sich um eine Privatsache. Hauptsache die Beamten in Biberach müssen sich nicht zu sehr anstrengen. (Ja, ich rege mich gerade über das Verhalten der Polizei in Biberach auf.)
Falls jemand Hinweise in der Angelegenheit hat, so nimmt die Polizei diese gerne unter Telefon (07351) 447-0 entgegen.
Wobei ich mich frage, warum ein Tier an einer Blutvergiftung stirbt, wenn es intensiv mit Antibiotika behandelt wurde – schließlich ist die Behandlung bei einer Blutvergiftung auch die Verabreichung von Antibiotika. Falls sich jemand in der Sache auskennt, würde ich mich über einen Kommentar freuen.
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