Recent twitter entries...

  •  

Na endlich – Doch keine blutenden Pferde im Dressurviereck

Posted by admin | Posted in Allgemein, Dressur, News | Posted on 30-10-2011

1

(30.10.2011)

Entgegen der ersten Meldungen, will die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) Dressurpferde nun doch nicht zum Wettkampf zulassen, wenn sie aus dem Maul bluten.

Anders als ursprünglich geplant, will die FN einer entsprechenden Änderung des Reglements nicht zustimmen, teilte Generalsekretär Soenke Lauterbach am Freitag mit. Der Verband hat nach eigenen Bekunden die Reaktion der Sportler, Richter, Tierärzte und Mitglieder auf die sogenannte Blood Rule falsch eingeschätzt.
Bisher gilt in der Dressur der Grundsatz: Blutet ein Pferd im Wettbewerb am Maul, an den Beinen oder anderen Körperstellen, wird es vom Chefrichter abgeläutet und somit muss der Reiter inklusive dem blutenden Pferd das Dressurrechteck verlassen.
Bei der Generalversammlung des Weltverbandes FEI Mitte November 2011 in Rio de Janeiro soll über eine Lockerung abgestimmt werden, wonach bei Olympischen Spielen und internationalen Championaten ein Pferd erneut aufs Prüfungsviereck darf, wenn die Veterinärkommission eine nur oberflächliche Wunde diagnostiziert hat.

Die FN will nach der Reaktion der Sportler, Richter, Tierärzte usw. die bisherige, strengere Regelung beibehalten.

Diese Meldung zeigt, das es immer noch Hoffnung für die Tiere gibt, denn viel zu oft werden Pferde leider immer mehr als Sportgeräte missbraucht, auf welche keine Rücksicht genommen werden muss – dies fängt bereits bei Kindern an, welche kaum reiten können, aber mit Sporen und Peitsche auf das wehrlose Geschöpf Pferd gesetzt werden bis hin zu der Rollkur…

Vorsicht bei Druse: Hochinfektiöse Pferdekrankheit

Posted by admin | Posted in Allgemein, Gesundheit, News | Posted on 03-10-2011

0

(03.10.2011)

Bei der Druse handelt es sich um eine hochinfektiöse, bakterielle Erkrankung der oberen Atemwege beim Pferd.

Sie wird durch Streptokokken verursacht, häufig geschieht dies in Folge einer Sekundärerkrankung wie Herpes oder Influenza, davon können Pferde jeden Alters betroffen sein. Die Ansteckung erfolgt als Tröpfcheninfektion von Pferd zu Pferd, aber auch der Mensch kann Überträger dieser Krankheit sein.
Nach einer durchschnittlichen Inkubationszeit von drei bis 14 Tagen sind häufig hohe Fieberschübe von bis zu 41 Grad Celsius zu beobachten. In der Folge schwellen die Lymphknoten am Kopf, in der Ohrspeicheldrüse und im Rachen stark an. Im schlimmsten Fall kann die Verengung des Rachenraumes lebensbedrohlich sein. Die Pferde haben starke Schluckbeschwerden und ein hohes Schmerzempfinden bei Berührung der betroffenen Stellen. Sie verweigern in diesem Stadium oft die Futteraufnahme, sind apathisch und weisen nicht selten eine gestreckte Halshaltung auf, um sich eine Linderung der Rachenschmerzen und Atemprobleme zu verschaffen.
Wenige Tage nach dem Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen bilden sich eitrige Abszesse an den Kehlgangslymphknoten, die häufig platzen oder vom Tierarzt geöffnet werden müssen. Durch das Austreten von cremig-gelbem Eiter bessern sich die klinischen Symptome, das Fieber sinkt, der Patient zeigt wieder deutlich mehr Lebensenergie und Appetit.
Komplikationen können auftreten, wenn sich die Abszesse in den Rachen oder die Luftsäcke entleeren, äußerlich in Einzelfällen an blutig-eitrigem Nasenausfluss zu erkennen. Es besteht dann die Gefahr, dass die Bakterien metastasieren, innere Organe befallen und schädigen (metastasierende Druse). Im weiteren Verlauf sind das Auftreten von Gewichtsverlust, Bauchwandödem, Atemnot und Anämie möglich.
Beim Auftreten der ersten Symptome sollte unverzüglich der Tierarzt gerufen werden. Boxenruhe und Isolation vom restlichen Tierbestand sind weitere, wichtige Maßnahmen. Die Fütterung mit weichem Futter ist zu empfehlen. Die Reifung der Abszesse kann durch Zug- oder Kampfersalbe, Rotlichtbehandlung und feucht-warme Kartoffelwickel beschleunigt werden. Ohne Komplikationen gilt die Druse nach durchschnittlich vier Wochen als ausgeheilt, der Patient sollte jedoch noch mindestens zwei Wochen nach seiner Genesung geschont werden.

Quelle: “aid”

Pferd bei Viehabtrieb schwer misshandelt

Posted by admin | Posted in Allgemein, Medienlandschaft, News | Posted on 27-09-2011

0

(26.09.11)

Normalerweise soll der jährliche Viehabtrieb in Simmershausen eine fröhliche Veranstaltung, diesmal wurde das Spektakel von einem ungeheuerlichen Vorfall überschattet:

Den folgenden Vorfall hat ein Leser der Zeitung Osthessen-News geschildert, denn während des Viehabtrieb, bei dem normalerweise Reiter ihr Können zeigen sollten, ist ein Pferd auf Höhe des Gasthaus zur Krone gestiegen, das Pferd wurde vom Begleiter runtergerissen und in dem Moment ist das Pferd auf Kuhdunghaufen auf den Rücken gefallen.

Nach dem der Reiter aufgestanden war, verpasste er dem wehrlosen Pferd einen gewaltigen Tritt – selbst die Zuschauer waren von dem Vorfall so geschockt, das ein lautes Raunen durch die Zuschauermenge ging. Nach dem Vorfall hat der “Reiter” den Umzug mit dem armen Tier unbeirrt fortgesetzt – ob das Pferd seit dem Vorfall einen Tierarzt vorgeführt worden ist, kann schon mal bezweifelt werden.

Wäre der Reiter ein Tierfreund gewesen, hätte er den Umzug mit dem Pferd nicht fortgesetzt – der Reiter wurde offenbar bereits bei der Polizei wegen des Vorfalls angezeigt.

Quelle: http://www.osthessen-news.de/beitrag_A.php?id=1203776

Nachtrag (03.10.2011):
Der für den Viehabtrieb zuständige Verein hat leider bis dato auf meine Nachfrage nicht reagiert, ich nehme daher an, das es den Verantwortlichen entweder egal ist was dort passiert ist, oder das sie kein Problem damit haben, wenn wehrlose Tiere misshandelt haben.
Somit kann ich keinem Menschen raten, der sich als Tierfreund bezeichnet an der Veranstaltung “
Viehabtrieb in Simmershausen” teilzunehmen.

Pferde sind wichtig für die Wirtschaft

Posted by admin | Posted in Allgemein, Buchtipps | Posted on 04-07-2011

0

(04.07.2011)

Das Tier Pferd ist nicht nur für die meisten Menschen wichtig als Tier, sondern auch für die Wirtschaft.

So sind Pferde auch im Bundesland Schleswig-Holstein ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, dort soll es ungefähr 100.000 Pferde geben, welche 30.000 Arbeitsplätze rund um das Pferd schaffen und aufrechterhalten.

Die hierdurch generierte Wertschöpfung wird von Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf auf 350 Millionen Euro jährlich geschätzt.

Die Fachjournalistin Ingkem Wehrmeyer hat über den Wachholtz Verlag eine Bestandsaufnahme unter dem Titel „Pferdeland Schleswig-Holstein“ veröffentlicht, in dem Werk werden 75 Betriebe und die rund zweitausend Kilometer Reitwege vorgestellt. Es werden Pferdepensionen ebenso wie Ferien-, Zucht- und Ausbildungsbetriebe aufgeführt. Auch die verschiedensten Pferderassen wie Holsteiner, Trakehner, Hannoveraner, Isländer, Friesen und Shetland Ponys kommen neben den vielfältigen Formen des Pferdesports vor: Dressur, Springreiten, Barock- und Westernreiten und Wanderreiten.

Das Buch kostet 14,80 Euro und kann über Amazon bequem bestellt werden:

 

Reiten und Reitsportevents bei Groupon

Posted by admin | Posted in Allgemein, Veranstaltungen, Werbung | Posted on 06-03-2011

0

So langsam beginnt die Reitsportsaison und man kann wieder ohne die dicke Winterausrüstung mit dem Pferd die Natur genießen, wer gerne zusätzlich seine Freizeit mit Pferden verbringen möchte, der sollte einen Blick in die Reitsport-Kategorie von Groupon werfen.

Was ist Groupon?

Auf groupon.de werden täglich wechselnde “Deals” angeboten, pro Stadt gibt es einen Deal, zusätzlich gibt es einen sogenannten Onlinedeal. Man kauft dann einen Gutschein, mit welchen man anschließend das entsprechende Angebot nutzen kann. Die Gutscheine sind bis zu 70% günstiger als der Originalpreis,  so kann man echte Schnäppchen machen.

Die Angebote

Die verschiedenen Angebote variieren stark, derzeit gibt es zum Beispiel:

Da die Angebote immer wechseln, sollte man regelmäßig nach gucken.

Ich wünsche euch viel spaß beim stöbern und ich würde mich freuen, wenn hier jemand seine Erlebnisse schildern würde.

2 Pferde kurz vor dem Pferderennen tot umgefallen

Posted by admin | Posted in Allgemein | Posted on 16-02-2011

0

(15.02.2011)

Kurz vor dem Start eines Galopprennens sind zwei Rennpferde in England unter mysteriösen Umständen tot zusammengebrochen. Bei den Pferden geht es um die Galopper Fenix Two und Marching Song, beide Tiere sind im Führring eventuell durch einen Stromschlag getötet worden.

Die beiden Pferde Fenix Two and Marching Song starben wenige Augenblicke jeweils vor dem geplanten Start an der gleichen Stelle, der Veranstalter der Rennbahn in Newbury hat danach aus Sicherheitsgründen die noch ausstehenden weiteren sechs Rennen abgesagt, um der Ursache für die Todesfälle zu klären.

Rennbahn-Manager Stephen Higgins bezeichnete die Theorie eines Stromschlages als “durchaus möglich”. “Wir haben sofort die Kabel überprüft, die 40 Jahre alt sind, und festgestellt, dass vor dem Bau der Tribüne 1992 genau an dieser Stelle möglicherweise ein Kabel war”, erklärte er und bestätigte, dass es in der Woche vor dem Rennen Routinearbeiten gegeben hatte. “Ob das irgendetwas im Boden beeinträchtigt und dadurch diesen katastrophalen Unfall der beiden Pferde ausgelöst hat, ist nicht sicher. Es wäre eine Spekulation, aber es besteht durchaus die Möglichkeit.”

Der Rennveranstalter hat sich bereits an den örtlichen Stromversorger gewandt, der britische Galopper-Dachverband BHA kündigte eine umfassende Untersuchung des Unfalls an. Auch ein BHA-Direktor hält einen Stromschlag ebenfalls für denkbar, erklärte aber auch, dass man ebenfalls mögliche andere Ursachen prüfen wolle. Gewebeproben der Pferde und das verabreichte Trinkwasser werden untersucht, um andere Todesursachen auszuschließen.

Auch zwei andere Pferde haben ungewöhnliche Symptome gezeigt, das Pferd Kid Cassidy wurde daraufhin vom Start zurückgezogen. The Merry Giant lief zwar, zeigte aber eine schwache Vorstellung.

Das unterschiedliche Verhalten der Pferde könnte an den Hufeisen liegen so könnten die Tiere, welche überlebt haben Hufeisen aus Aluminium getragen haben, während die beiden getöteten Tiere Hufeisen aus Stahl getragen haben. Menschen seien dadurch, dass Schuhe im Normalfall keinen Strom leiten nicht zu Schaden gekommen.

Einem TV-Sender berichtete der frühere Champion-Jockey John Francome dass mehrere Leute bei dem ersten Pferd nach dem Zusammenbruch Zuckungen gesehen hätten und vermutete einen elektrischen Schlag. Ähnlich äußerte sich auch Marching Songs Trainer Andy Turnell. “Mein Tier schien völlig in Ordnung zu sein und ist dann einfach umgefallen”, sagte er. Nicky Henderson, Trainer von Kid Cassidy, hatte berichtet, dass die Vorfälle alle an der gleichen Stelle des Führrings passiert waren.

Quellen: rp-online.de und cavallo.de

Wieviel PS hat ein Pferd?

Posted by admin | Posted in Allgemein, News, Wissen | Posted on 20-11-2010

0

(20.11.2010)

Jeder kennt die Bezeichnung PS, PS steht für Pferdestärken und wird auch in der Autoindustrie als Wert für Autos eingesetzt.

Aber hat ein Pferd nur ein PS?

Wenn ein Pferd nicht gut trainiert ist oder über einen längeren Zeitraum hinweg monotone Aufgaben, wie zum Beispiel Bäumerücken muss, dann ja.

Jedoch haben Forscher bereits 1925 bei einem Pferderennen gemessen, dass Pferde durchaus bis zu 15 PS und mehr leisten können. Heute weiß man, dass beispielsweise ein Turnierpferd bei gutem Training durchaus bis zu 24 PS leisten kann. Die Pferde können diese Kraft aber nur über kurze Zeit halten, also beispielsweise durch einen Parcours von zwei bis drei Minuten.

Quelle: PM-Magazin

Die Bedeutung der Pferde in der Vergangenheit

Posted by admin | Posted in Allgemein | Posted on 09-06-2010

0

Pferde waren früher ein größeres Statussymbol wie heute, denn es gab keine Autos und ein Pferd war das schnellste Fortbewegungsmittel.

In der Nähe von Köln (genauer Körnerpark) hat man in sechs Metern Tiefe ein Grab entdeckt, darin lagen ein Mann mit seinem Pferd. So begruben die Hunnen ihre Toten. Dieses Pferd ruhte an der Stelle bereits ungefähr 1.500 Jahre lang, zu der Zeit gab es eine große Völkerwanderung. Damals flohen die Germanen vor den Hunnen, die Römer stritten sich mit den Goten und dann kamen auch noch die Langobarden. Im Jahr 1912 haben Bauarbeiter das Pferd und wahrscheinlich seinen Reiter ausgebuddelt und  beide sind ins Märkische Museum weitergewandert.

Via: morgenpost.de

Wieder ist eine Pferdeherde ausgebrochen

Posted by admin | Posted in Allgemein, News | Posted on 01-06-2010

0

Aus einer Koppel bei Giengen (im Kreis Heidenheim) sind am frühen Dienstagmorgen ca. 15 Pferde ausgebrochen. An der Bundesstraße 19 liefen sie anschließend an den Bahngleisen entlang. Beim anschließenden Einfangen waren zehn Polizeibeamte beteiligt, diese halfen den Besitzern der Koppel dabei, die Ausreißer wieder einzufangen, berichtete die Polizei in Giengen. Mit Futter konnten die Pferde nach rund einer Stunde angelockt und wieder eingefangen werden. Schuld am Ausbüxen der Tiere war vermutlich ein neues Pferd, das für Unruhe gesorgt hatte. Die Pferde beschädigten das Koppeltor und verschwanden.

Auf der Suche nach dem Urpferd – Teil 2 von 2

Posted by admin | Posted in Allgemein | Posted on 29-05-2010

0

Lange Zeit hielt man die Stammväter der heutigen Pferde für ausgestorben … Aber vielleicht leben sie doch noch, in irgendeinem versteckten Winkel der Welt. Im ersten Teil haben wir bereits auf drei Kontinenten Urpferdrassen gefunden. Doch die Suche nach den Ahnen der Hauspferde führt uns weiter nach Polen, an die Grenze zu Russland. Es heißt, dass die Herden in den Birkenwäldern am Biebrza-Fluss leben. “Tarpan” ist das russische Wort für Wildpferd. Auch er musste den Menschen fürchten. Auf der Suche nach Schutz gab er die Steppe als Lebensraum auf und versteckte sich in den dichten europäischen Urwäldern. Er teilt das Schicksal des Mongolischen Wildpferdes. 1887 starb der letzte echte Tarpan.

Erst nach seinem Verschwinden wurde die Wissenschaft auf ihn aufmerksam. Die heutigen Pferde sind Nachkommen. Sie sind nicht mehr reinblütig und haben daher einen anderen Namen – Koniks werden sie genannt, eine Mischform zwischen Tarpan und Hauspferd. Zebrastreifen an den Beinen, eine zweifarbige Mähne und einen schwarzen Aalstrich entlang des Rückens – auch die Nachfahren des Tarpans tragen noch die Merkmale eines Urpferdahnen. Vielleicht hat ein Zweig der Tarpane die Steppe nie verlassen und hat irgendwo als Steppentarpan überlebt? Die Suche geht weiter.

Portugal – Das Landgut der Familie D’Andrade, in der Region Alto Alentejo. Hier wird ein besonderes Pferd gezüchtet – das Sorraia. Auf den ersten Blick sehen diese Pferde dem Tarpan Osteuropas ähnlich. Aus den Sorraias wurden die mutigsten Pferde Portugals für den Stierkampf gezüchtet. Aber die Rasse selbst droht zu verschwinden. Den Stuten wird nach dem Brauch der Portugiesen die Mähne geschoren. Es zeigt, dass der Mensch grundsätzlich seinen Stempel auf das Pferd drückt.

Dies sind Australische Urpferde - Brumbies genannt. Bildquelle: MDR bzw. Bayrischer Rundfunk

In Alto Alentejo nennt man Azulejos die Kacheln, die überall die Häuser verzieren. Viele der Motive haben mit Pferden zu tun. Immer wieder findet man selbst auf den Kacheln die Merkmale einer besonderen Rasse abgebildet. Auch Ortsnamen, Vale de Zebro oder Zebrinho, weisen noch heute auf die Existenz von “Zebrapferden” hin. Waren Sorraias früher über die ganze Region bis nach Spanien verbreitet? Neben der Familie D’Andrade bemüht sich heute ein Deutscher um die Sorraias: Hardy Oelke. An Wildpferden interessiert, fand er in den 90er Jahren auf einem Hof in Portugal die Reste des Urpferdes. Oelke nahm mehrere Stuten und Hengste mit nach Deutschland und begann sie zu züchten. Er stellte sich die Frage, ob Tarpan und Sorraia-Pferd etwas miteinander zu tun haben könnten. Und tatsächlich konnte dies der Pferdekundler bestätigen, denn DNA-Analysen sprechen dafür, dass beide zur selben Unterart gehören. Man kann das Sorraiapferd auch als Steppentarpan oder iberischen Tarpan bezeichnen. Wohin werden die Sorraias wohl gehen? Haben genügend überlebt, um die uralte Rasse am Leben zu erhalten? Oder werden sie über kurz oder lang aussterben? Hardy Oelke sieht die Zukunft der schönen Sorraias nicht mehr ganz so düster, denn schon Christopher Columbus, der Entdecker Amerikas, hatte bereits vor 500 Jahren solche Pferde in die neue Welt gebracht. Da reinerbige Urpferde – falls irgendwie möglich – hauptsächlich einen Partner ihres Aussehens wählen, ist bis heute unter den amerikanischen Mustangs eine Linie erhalten, die den Sorraias unglaublich ähnlich sieht – die Kiger Mustangs.

Letztendlich scheint es den einen Stammvater aller unserer Hauspferde nicht mehr zu geben. Am ehesten entspricht dieser Vorstellung der temperamentvolle kleine Kaspier, denn er ist der Vorfahr des Araber-Pferdes. Und dieses Vollblut ist in sehr vielen unserer heute lebenden Rassen eingekreuzt. Aber in allen Teilen der Welt finden sich Urpferdrassen, bei denen starke Merkmale gemeinsamer Vorfahren nachzuweisen sind. Sie haben sich meist in sehr entlegene, unwirtliche Gebiete zurückgezogen, und viele von ihnen sind in ihrem Bestand sehr gefährdet. Der Mensch hat vor vielen tausend Jahren begonnen Pferde zu zähmen. Sie halfen ihm, Imperien aufzubauen oder Land zu erschließen. Heute brauchen Pferde – Urpferde – die Hilfe des Menschen, wenn sie nicht für immer verschwinden sollen.

Artikelquelle: MDR.de

Der Text gehört zu dem Film “Geboren in der Urzeit – Teil 2 von 2 – Ein Film von Angelika Sigl

3 Besucher online
0 Gäste, 3 Bots, 0 Mitglied(er)
Meiste Besucher heute: 11 um/am 06:36 pm UTC
Diesen Monat: 19 um/am 05-17-2012 09:03 pm UTC
Dieses Jahr: 34 um/am 03-04-2012 07:51 am UTC
Jederzeit: 40 um/am 01-19-2011 11:07 am UTC