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Vom Pferdewirt zum Jockey

Posted by admin | Posted in Beruf und Ausbildung | Posted on 18-12-2011

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Schon seit vielen Jahrhunderten üben Pferderennen eine unglaubliche Faszination auf die Menschen aus. Noch heute finden in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Norwegen, Schweden, den USA, Kanada und Südafrika regelmäßig Rennen in den unterschiedlichen Disziplinen wie Galopp und Trab statt, die gleichermaßen begeistern. Ebenso wie die Pferdewetten.

Über den digibet Rennkalender für Pferdewetten kann man die unterschiedlichen Rennen nicht nur live mitverfolgen, sobald man sich registriert hat, sondern auch entsprechende Wetteinsätze abgegeben. Ob das erhoffte Pferd letztendlich als erster das Ziel erreicht, hängt zum größten Teil vom jeweiligen Jockey ab. Dieser muss erst eine dreijährige Ausbildung zum Pferdewirt mit dem Schwerpunkt Rennreiten absolvieren, um an einem Rennen teilnehmen zu dürfen.

Die Ausbildung zum Pferdewirt

Wer sich für eine Ausbildung zum Pferdewirt entscheidet, hat in der Regel eine enge Beziehung zu Pferden. Und das ist auch gut so: Während der Ausbildung müssen die Lehrlinge sowohl Fohlen und Stuten als auch Deckhengste versorgen, pflegen, führen und transportieren. Darüber hinaus bilden sie Reitpferde aus und trainieren diese – deshalb müssen sie auch den Körperbau, die Lebensvorgänge und das Verhalten der Pferde kennen und wissen, wie das Futtermittel zusammengestellt werden muss. Ebenso lernen die Pferdewirte in der Ausbildung die Grundkenntnisse der Tiergesundheit und -hygiene, um später auch Wunden behandeln und Verbände legen zu können. Des Weiteren müssen die Auszubildenden lernen, wie man die Hufe richtig pflegt, den Stall ausmistet und die Ausrüstung säubert. Zu guter Letzt lernen die noch die unterschiedlichen Arten der Pferdehaltung kennen.

Pferdewirte mit dem Schwerpunkt Rennreiten

Die Ausbildung zum Pferdewirt konzentriert sich immer auf einen der vier Schwerpunkte Pferdezucht und -haltung, Reiten, Rennreiten oder Trabrennfahren. Möchte man später als Jockey aktiv an Pferderennen teilnehmen, muss der Themenschwerpunkt auf das Rennreiten gelegt werden. Daraufhin lernen die Auszubildenden, wie man Galopprennpferde vor und nach dem Rennen richtig versorgt, füttert, tränkt und auch reinigt. Zudem müssen sie wissen, wie man die Pferde sattelt, das Zaumzeug anlegt und bandagiert. Darüber hinaus bilden sie Galopprennpferde aus und trainieren sie, weiter reiten sie Jährlinge an und dürfen auch Galopprennpferde im Rennen reiten. Dafür müssen sie jedoch wissen, wie der Galopprennsport organisiert wird und welche rechtlichen Grundlagen der Rennordnung zugeordnet sind. Wurde die dreijährige Ausbildung erfolgreich absolviert, kann der Pferdewirt als Jockey arbeiten. Allerdings kommen für den Job nur Menschen infrage, die nicht mehr als 55 Kilogramm wiegen. Die Größe ist in der Regel nicht entscheidet, dennoch ist bekannt, dass die meistens Jockeys doch eher recht klein sind.

Auch Pferde leiden unter Lernstress

Posted by admin | Posted in Beruf und Ausbildung, Gesundheit | Posted on 22-09-2010

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Wenn es ums lernen geht, leiden nicht nur Menschen unter Lernstress, auch Pferde, welche zum Beispiel angeritten werden durchlaufen erfahren diesen Lernstress.

Die hat Alice Schmidt aus der Gruppe von Christine Aurich an der Veterinärmedizinischen Universität Wien in einer Studie über Stress von Pferden, der durch das Anreiten verursacht wird herausgefunden.

Schon vor Tausenden von Jahren wurden Pferde domestiziert und trotzdem haben sich noch ihren wilden Ursprung erhalten, dies merkt man unter anderem deutlich an zum Teil für den Menschen unbegründeten Fluchtreaktionen, schließlich gibt es heutzutage kein Wildtier (wie zum Beispiel Bären, Löwen, etc.) mehr, welches ein ausgewachsenem Großpferd gefährlich werden könnte. Solche Fluchtreaktionen waren für das Urpferdchen überlebenswichtig, schließlich hatten diese gerade mal eine Körperhöhe von einem heutigen Hausschwein.

Aber auch andere Situationen sind für die ursprünglich wilden Pferde extrem stressbehaftet, so zum Beispiel das Training von Rennpferden, die Teilnahme an Wettbewerben, die Untersuchungen durch Tierärzte oder den Transporte auf der Straße. Aber auch Dinge wie Reiten und Anreiten sind für Pferde eine Stresssituation, in einer aktuellen Arbeit von Alice Schmidt aus der Gruppe von Christine Aurich an der Veterinärmedizinischen Universität Wien wurde zum ersten Mal der Stress untersucht, dem junge Pferde beim Anreiten ausgesetzt sind.

Dabei untersuchte Schmidt den Stress, indem sie die Herzschläge und die Mengen des Stresshormons Cortisol im Speichel analysierte. Bei der Beobachtung der Herzschläge bedachte sie nicht nur die Frequenz, sondern auch kurzfristige Schwankungen im Intervall zwischen den Schlägen; letzteres wurde erst kürzlich als guter Stressindikator nachgewiesen. Da das Training von Sportpferden im Regelfall beginnt, wenn sie drei Jahre alt sind, wurden die Pferde auch vor der ersten Trainingseinheit untersucht.

Das Ergebnis zeigt, dass die Einstiegsarbeit an der Longe nur eine geringe Menge Stress verursacht, sobald der Reiter zum ersten Mal aufsteigt schnellt die Stresskurve jedoch in die Höhe. Die Folge sind ein schneller schlagendes Herz und die Intervalle zwischen den Herzschlägen variieren, zusätzlich wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet. Daraus kann man ableiten, dass das Pferd das erste Aufsitzen des Reiters als eine möglicherweise tödliche Attacke eines Raubtiers interpretiert, der es nicht entkommen kann. Zusätzlich befindet sich der Reiter außerhalb des Blickfeldes des Pferdes, was wahrscheinlich das Problem verschlimmert.

Das Stressniveau sinkt sobald das Pferd mit dem Reiter schritt geht oder trabt, auch beim Menschen wirkt sich Bewegung im allgemeinen positiv auf den Stressabbau aus. Insgesamt scheint es, das Pferde sich schnell (vom Stresslevel her) daran gewöhnen zu geritten zu werden. Auch die Anzahl der Trainingseinheiten beeinflusst, wie sehr das Pferd gestresst ist.

Wer das ganze Potenzial des Pferdes nutzen möchte, sollte auf regelmäßige Trainingseinheiten achten, welche korrekt ausgeführt werden. Wer beim Einreiten einen Fehler macht und das Pferd unbegründet straft, der kann einen langfristigen Schaden in der Beziehung zwischen Pferd und Reiter anrichten und eine Ängstlichkeit des Tieres verursachen.

Insgesamt ist das Anreiten für das Pferd jedoch nicht so stressbedingt wie ein Transport des Tieres.

Information zur Publikation:

„Changes in cortisol release and heart rate and heart rate variability during the initial training of three-year-old sport horses“ von Alice Schmidt, Jörg Aurich, Erich Möstl, Jürgen Müller und Christine Aurich wurde in der September-Ausgabe von “Hormones and Behavior” veröffentlicht. Die Studie wurde an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und am Graf-Lehndorff-Institut für Pferdewissenschaften, Neustadt (Dosse) durchgeführt.

Quelle: idw-online.

Berufsausbildung Pferdewirt/in oder wie werde Pferdewirt?

Posted by admin | Posted in Beruf und Ausbildung | Posted on 31-05-2010

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Viele Menschen wollen gerne mit Pferden arbeiten, aber was kann man tun, um sich diesen Traum zu erfüllen? Ganz einfach: Werde Pferdewirt/in

Wer den vielseitigen und anspruchsvollen Beruf des Pferdewirtes ergreifen möchte, sollte neben Tierliebe, einer hohen Bereitschaft zu selbstständiger und engagierter Arbeit auch eine gute körperliche Verfassung mitbringen. Da es sich um einen Dienstleistungsberuf handelt, sollte der Auszubildende Freude am Umgang mit Kunden haben. Weiterhin muss der Auszubildende bereit sein, ungeregelte Arbeitszeiten sowie Nacht- und Wochenenddienste auf sich zu nehmen. Bereits vor Beginn der Berufsausbildung sollten Grundkenntnisse im Umgang mit Pferden und im Reiten vorhanden sein. Ein bestimmter schulischer Abschluss für die Berufsausbildung wird nicht verlangt. Spezifische Anforderungen ergeben sich aus den vier verschiedenen Schwerpunkten, von denen der Auszubildende einen zu wählen hat. Ein Wechsel des Schwerpunktes in der Ausbildung ist vor Beginn des dritten Ausbildungsjahres möglich.

1. Pferdewirt/in – Schwerpunkt Pferdezucht und -haltung

Der Pferdewirt mit dem Schwerpunkt Zucht und Haltung ist für die Entwicklung des Pferdes, angefangen von der Bedeckung über die Geburt bis zum ausgewachsenen Zucht- oder Sportpferd verantwortlich. Pferdezucht, Fütterung, Haltung, Pflege, Stallbau, Umgang mit landwirtschaftlichen Geräten, Gesundheitspflege und Veterinärkunde werden intensiv vermittelt. Neben einem einfühlsamen Kontakt mit den Tieren ist die Kenntnis der züchterischen Grundlagen und ein gutes “Auge” für die Anlagen der Tiere notwendig.
Die Bewegung und das Deckenlassen der Hengste, der Umgang mit den Zuchtstuten sowie der Kontakt zur Kundschaft, gehören zu den täglichen Aufgaben.

2. Pferdewirt/in – Schwerpunkt Reiten

In diesem Schwerpunkt wird ein hohes Maß an Sportlichkeit, Geschick und Ausdauer verlangt. Im Gegensatz zum Pferdewirt im Schwerpunkt Pferdezucht und -haltung sind im Schwerpunkt Reiten Reitkenntnisse vor Beginn der Ausbildung sinnvoll.
Man kann diesen Schwerpunkt in zwei Aufgabenbereiche teilen. Der erste ist das Anreiten und die reiterliche Förderung junger Pferde. Hierzu gehören auch das Bestreiten von Turnieren und Wettkämpfen, wie Spring-, Dressur-, und Vielseitigkeitsprüfungen. Der zweite Bereich ist das Aus- und Fortbilden von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Reitsport. Es ist zu beachten, dass diese Aufgabe im Dienstleistungsbereich liegt. Daher werden ein sicheres Auftreten und Freude im Umgang mit Menschen erwartet.

3. Pferdewirt/in – Schwerpunkt Rennreiten

Die wohl wichtigste Grundvoraussetzung für diesen Schwerpunkt ist, dass der Auszubildende eine mittlere Körpergröße und ein niedriges Körpergewicht mitbringen sollte. Weiterhin sollten eine gute Kondition, sportliches Können, Selbstdisziplin und Leistungsbereitschaft vorhanden sein. Die Rennreiter haben neben dem großen Komplex der Fütterung, Pflege und Haltung von Pferden die Aufgabe, die Pferde des Rennstalles zu trainieren und auf der Rennbahn zu starten.

Schon während der Ausbildung sollte von den Auszubildenden eine gewisse Routine im Wettkampf- und Rennverlauf gesammelt werden.

4. Pferdewirt/in – Schwerpunkt Trabrennfahren

In diesem Schwerpunkt benötigt der angehende Pferdewirt ähnliche Voraussetzungen wie im Schwerpunkt Rennreiten. Dies sind in erster Linie ein geringes Körpergewicht, Sportlichkeit, körperliche Belastbarkeit, Leistungsbereitschaft und natürlich die Freude am Trabrennsport. Die Auszubildenden werden in den Bereichen Haltung, Pflege, Hufbeschlag, Training und Beschirrung unterwiesen. Zur theoretischen Ausbildung gehören die Geschichte des Trabrennsportes, Beschirrungskunde, Trainingsmethoden und die Regelung des Rennwesens. Bis zur Abschlussprüfung müssen die angehenden Pferdewirte an mehreren öffentlichen Rennen teilnehmen.

Ausbildungsdauer

Grundsätzlich beträgt die Ausbildungsdauer drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildungszeit auf zwei Jahre verkürzt werden.

Ausbildungsbetriebe

Die Ausbildung zum Pferdewirt ist nur in anerkannten Betrieben möglich.
Adressen von anerkannten Ausbildungsbetrieben im gesamten Bundesgebiet erhalten Sie bei den zuständigen Stellen, zum Beispiel bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Prüfungen

Im Rahmen der Ausbildung muss der Auszubildende eine Zwischenprüfung ablegen. Die Zwischenprüfung wird nach etwa der Hälfte der Ausbildungszeit abgelegt. Die Abschlussprüfung folgt dann am Ende der Ausbildung. Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung endet in jedem Fall die Ausbildung. Die Prüfungen in den einzelnen Schwerpunkten werden von unterschiedlichen Stellen durchgeführt.

Vor der Teilnahme an einer Prüfung muss immer die Zulassung durch die örtlich zuständige Stelle erfolgen.

Fortbildungsmöglichkeiten

Wie in der Ausbildung zum Pferdewirt werden auch in der Meisterprüfung vier Teilbereiche unterschieden. Dies sind:

• Pferdezucht und -haltung
• Reitausbildung
• Galopprenntraining
• Trabrenntraining

Quelle: Die Landwirtschaftskammer

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